Industriekauffrau/-mann

Bildungsziele
Lernort Schule und Lernort Betrieb bestimmen das duale System der Berufsausbildung. Im Rahmen dieses Systems vermittelt die Berufsschule im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten für eine kaufmännische und informationstechnische Grund- und Fachbildung im Theoriebereich, aber auch im fachpraktischen Bereich. Der Schwerpunkt des Unterrichts wird durch den Ausbildungsberuf bestimmt. Die Berufsschule schafft damit die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung (Berufsschulabschluss, Abschlussprüfung der zuständigen Kammer). Neben der kaufmännischen Berufsbildung vermittelt die Berufsschule eine erweiterte Allgemeinbildung im berufsübergreifenden Bereich.

Aufnahmevoraussetzung

Ausbildungsvertrag Industriekauffrau/-mann

dbb-Profil
• Unterricht in Teilzeitform, Blockunterricht möglich
• Auszubildende mit zweijährigen Ausbildungsverträgen werden über zwei Jahre beschult
• Aufgrund der neuen Prüfungsordnung wird der Unterricht für die Auszubildenden
o  mit zweijährigen Verträgen von 12 Wochenstunden auf 14 Wochenstunden über 1½ Jahre erhöht und im letzten Halbjahr auf 6 Wochenstunden reduziert,
o mit dreijährigen Verträgen ab dem 2. Halbjahr der Unterstufe auf 14 Wochenstunden erhöht und im letzten Halbjahr auf 6 Wochenstunden reduziert,
• Vermittlung methodischer und DV-anwendungstechnischer Grundlagen im Differen-
zierungsbereich
• Regelmäßige Kooperationsgespräche mit den Ausbildungsbetrieben
• Regelmäßige Gespräche mit der Industrie- und Handelskammer
• Betriebsbesichtigungen zur Vertiefung von Unterrichtsinhalten
• Arbeiten in einem festen Lehrerteam

Lernfelder
• In Ausbildung und Beruf orientieren
• Marktorientierte Geschäftsprozesse eines Industriebetriebes erfassen
• Werteströme erfassen und dokumentieren
• Wertschöpfungsprozesse analysieren und beurteilen
• Leistungserstellungsprozesse planen, steuern und kontrollieren
• Beschaffungsprozesse planen, steuern und kontrollieren
• Personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen
• Jahresabschluss analysieren und bewerten
• Das Unternehmen im gesamt- und weltwirtschaftlichen Zusammenhang einordnen
• Absatzprozesse planen, steuern und kontrollieren
• Investitions- und Finanzierungsprozesse
• Unternehmensstrategien, -projekte umsetzen

Fächer/Stundentafel


Qualifikation/Abschlussprüfung
Der Berufsschulabschluss ist dem Sekundarabschluss I - Hauptschulabschluss nach Klasse 10 - gleichwertig. Mit dem Berufsschulabschluss erwerben SchülerInnen den Sekundarabschluss I - Fachoberschulreife -, wenn sie eine Berufsschulabschlussnote von mindestens 3,0 erreichen, die Berufsabschlussprüfung bestanden haben und die für die Fachoberschulreife notwendigen Englischkenntnisse nachweisen. Weitere Qualifikationen und Kenntnisse, erweiterte Zusatzqualifikationen oder die Fachhochschulreife (FHR) können zusätzlich erworben werden. Die Fachhochschulreife wird zuerkannt, wenn die SchülerInnen im Rahmen des Differenzierungsangebotes die zur Erlangung der Fachhochschulreife erforderlichen Unterrichtsveranstaltungen besucht, den Berufsschulabschluss erworben und die Berufsabschlussprüfung und die Abschlussprüfung zur Erlangung der Fachhochschulreife bestanden haben.
Der Berufsabschluss wird mit Bestehen der Prüfung vor der Industrie und Handelskammer Lippe zu Detmold erlangt.

Kosten
Die Kosten für Schulbücher und weitere Unterrichtsmittel sind entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen von den Auszubildenden zu tragen.

Leistungsbewertung
Die Leistungsbewertung in der Berufsschule erfolgt durch Klassenarbeiten (KA) und sonstige Leistungen (SL). In der nachstehenden Tabelle sind die Festlegungen zur Leistungsbewertung (Art, Anzahl) im Sinne der Ausbildungs- und Prüfungsordnung des Berufskollegs (APO-BK) sowie der allgemeinen Schulordnung (ASchO) dargestellt.