
- In der Pause nach anstrengenden Verhandlungen: Katharina Lange, Roy Philipp Stemmer, Maximilian Laber, Saskia Denise da Silva de Guerreiro, Jasmine Castagna (von links)
Als UNESCO-Diplomaten in Buenos Aires
Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Berufskollegs bei Simulation der UNESCO-Generalkonferenz in Argentinien dabei
Jasmine Castagna, Maximilian Laber, Katharina Lange, Saskia Denise da Silva Guerreiro und Roy Philipp Stemmer, Schülerinnen und Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Berufskollegs in Detmold, reisten am 7. Oktober für zwei Wochen nach Buenos Aires, um dort an einem internationalen Schülerparlament teilzunehmen. Begleitet wurden sie von den Lehrerinnen Angela Uber und Sabine Pusdrowski.
Zum neunten Mal in Folge organisierte die Schule „Instituto José Hernández“ in Buenos Aires ein UNESCO-Projekt. 400 Schüler aus verschiedenen Ländern (u.a. Argentinien, Uruguay, Paraguay, México, Italien und Deutschland) trafen sich vom 8.-11.Oktober, um über Kultur und Bildung, Gesellschaftswissenschaften und Naturwissenschaften zu debattieren. Im Vorfeld galt es zu den verschiedenen Themen Positionspapiere auf Spanisch oder Englisch zu erstellen, um gut auf die Debatten vorbereitet zu sein.
Die Spielregeln des Projektes erlaubten nicht die Vertretung des eigenen Landes, so hatte die Detmolder Delegation die Aufgabe das kleine, afrikanische Land Burkina Faso zu repräsentieren. „Vor diesem Projekt wussten wir nicht einmal, wo Burkina Faso genau liegt. Durch die Konferenz haben wir gelernt, welche Probleme und Interessen ein Land hat, das so anders ist als Deutschland. Sprachlich gesehen waren die Debatten eine große Herausforderung, da sie größtenteils auf Spanisch geführt wurden. Aber an unserer Seite war stets ein Dolmetscher, der bei Verständnisschwierigkeiten den Sachverhalt ins Englische übersetzte, so dass die Kommunikation gewährleistet war“, so die Aussage eines teilnehmenden Schülers. Die erarbeiteten Resolutionen wurden im Anschluss an die Konferenz an das argentinische Ministerium für Bildung sowie an die UNESCO mit Sitz in Paris geschickt.

- Die 9. UNESCO-Konferenz ist beendet, die Detmolder Lehrerinnen bedanken sich bei den Organisatoren: Prof. Alicia A. Ferro, Prof. Nora Zannini, Angela Uber, Sabine Pusdrowski, Prof. Fernando E. Aguer (von links)
Während der Projektwoche wohnten die Schüler in argentinischen Gastfamilien. „Eine Erfahrung, die sich wirklich gelohnt hat“, so das Resümee der Schüler. „Wir haben quasi zwei Länder kennen gelernt. Das Leben in Argentinien ist schon sehr viel anders als in Deutschland. Das Frühstück besteht aus Kaffee oder Schokomilch mit süßem Gebäck. Nach der Rückkehr von der Projektarbeit um 17:00 Uhr gab es eine Ruhepause, danach Kaffee mit Keksen und um 23:00 Uhr „Mittagessen“, „Verkehrte Welt.“ Zahlreiche Fotos und ein Zertifikat über die Teilnahme an dem UNESCO-Projekt dokumentieren die Erlebnisse und halten die Erinnerung wach.
Während die Schüler in der ersten Woche nur die Schule und den Stadtteil Ballester kennen lernten, galt es in der zweiten Woche die 13-Millionen-Stadt Buenos Aires und deren Umgebung zu erkunden. So standen u.a. eine Stadtführung, die Besichtigung des VW-Werkes, eine Schiffsfahrt in den historischen Ort Colonia im benachbarten Uruguay und eine Bootsfahrt durch das Tigre-Delta, das „argentinische Venedig“ in der Nähe von Buenos Aires, auf dem Programm.
Eine finanzielle Förderung des Projektes durch die UNESCO gab es nicht, die Sparkasse Detmold und der Förderverein des Dietrich-Bonhoeffer-Berufskollegs unterstützten die Schüler bei der Finanzierung der Reise.


